Zwischen Brezeln und Bürokratie: Jahr 3

Weißer Hintergrund mit dem blauen Titel „Tipps zur Kostenminimierung beim Hausverwalterwechsel“ und der darunter liegenden, blau unterstrichenen Überschrift „Verwalterwechselkosten minimieren.

Tipps zur Kostenminimierung beim Hausverwalterwechsel

Verwalterwechselkosten minimieren Es war an einem regnerischen Dienstagmorgen, als Markus Brem, Beiratsvorsitzender der Eigentümergemeinschaft „Lindenhof“, sichtlich erschöpft in meinem[…]

Überschrift „Tipps für B1-B2-Deutschlernende“ in dunkler Schrift auf weißem Hintergrund, darunter der motivierende Satz „Deutsch ist nur eine Sprache“. Wertvolle Tipps für Deutschlernende auf dem Weg von Sprachniveau B1 zu B2.

Keine Panik vor Deutsch

Tipps für B1-B2-Deutschlerner Du hast nun eine Weile Deutsch gelernt und bist sehr stolz auf dich selbst. Du hast[…]

Gepflegte Wohnanlage in Köln, die durch eine professionelle Immobilienverwaltung im Wert erhalten wird. Persönliches Beratungsgespräch zwischen Eigentümer und Hausverwalter zur individuellen Strategie des Immobilienmanagements.

Zuverlässige Hausverwaltungen in Deutschland

Hausverwaltung gesucht: Darum scheitert die Suche Wir alle wissen: Trotz zahlreicher Hausverwaltungen in Köln und Umgebung sowie in Berlin[…]

Angespannte Diskussion zwischen Immobilienbesitzern und Hausverwalter über fehlerhafte Abrechnung und notwendigen Hausverwalterwechsel.

Wann ein Hausverwalterwechsel unumgänglich ist

Eine tiefgreifende Betrachtung über den Wechsel der Hausverwaltung Die Entscheidung, eine Hausverwaltung zu wechseln, trifft man nicht beim Sonntagsfrühstück.[…]

5 unterschätzte Charaktereigenschaften eines guten Hausverwalters

Wie gut ist Ihre Hausverwaltung? Wir Hausverwalter werden oft bewertet, und ich glaube, fast jeder, der schon einmal mit[…]

Warum Ihre Hausverwaltung Ihre E-Mails ignoriert

Das Schweigen hinter der gesendeten Nachricht Es ist Montagabend, kurz nach einundzwanzig Uhr. In der Nachbarschaft sind die Lichter[…]


Bin ich stolz oder enttäuscht?

Wenn du jemals im Ausland gelebt hast, weißt du bestimmt, wovon ich berichte. In diesen drei Jahren in Deutschland habe ich so viel wie möglich erreicht, damit ich endlich das Gefühl haben kann, es „geschafft“ zu haben. Vieles hat sich verändert, das muss ich zugeben. Ich war zwar noch nicht da, wo ich gerne sein wollte, aber ich war auf dem richtigen Weg und fast am Ziel.

Das Leben wurde etwas leichter, sodass ich mich frage, wie ich den Stress der letzten Jahre in Deutschland überhaupt durchgestanden habe. Ich hatte kaum eine Minute zum Atmen. Ich denke, wenn man fast am Ziel ist, verändert sich die Wahrnehmung des Drucks, den man sich selbst auferlegt hat.

Einer meiner Knackpunkte war die Frage, was ich beruflich in Deutschland machen werde. Diese Frage hat mein ganzes Leben in die richtige Bahn gelenkt, das muss ich ehrlich sagen. Ich hatte zwar noch Probleme mit der deutschen Sprache, aber die Ungewissheit, welchen Beruf man im Ausland ausüben kann, war für mich ein Albtraum.

Jedenfalls habe ich meinen eigenen Weg gefunden und bin Immobilienkauffrau geworden. In einem anderen Blog habe ich geschrieben, dass ich meinen dritten Deutschkurs abgebrochen habe, und das stimmt. Seitdem hatte ich viel mehr Zeit für andere Dinge und weniger Stress. Das heißt aber nicht, dass ich aufgehört habe, Deutsch zu lernen, nein! Ich habe mir andere Methoden gesucht. Also ging das Deutschlernen wie zuvor weiter.

Erfolg bei der Zwischenprüfung

Ein wichtiger Abschnitt meiner beruflichen Laufbahn ist geschafft: Ich habe meine Zwischenprüfung nicht nur hinter mich gebracht, sondern auch erfolgreich bestanden. Als besondere Anerkennung für diesen Erfolg erhielt ich vom Arbeitsamt eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro. Das Beste daran ist, dass dieser Betrag vollkommen steuerfrei ausgezahlt wurde, sodass die Belohnung ohne Abzüge direkt bei mir ankam.

Der gesamte Ablauf rund um die Prüfung und die Auszahlung verlief erstaunlich reibungslos. Ich muss offen zugeben, dass ich mit den Sachbearbeitern bei meinem zuständigen Arbeitsamt großes Glück hatte. Es gab keinerlei Schwierigkeiten oder Verzögerungen bei der Überweisung von Geldern, und auch meine Anträge wurden stets wohlwollend und zügig bewilligt.

Ich betone dies deshalb so ausdrücklich, weil ich im Bekanntenkreis oft ganz andere Geschichten höre. Viele berichten von erheblichen Hürden und zähen Auseinandersetzungen bei der Zusammenarbeit mit den Behörden. Woran dieser enorme Unterschied liegt, kann ich mir selbst nicht erklären. Es scheint jedoch die alte Weisheit zu bestätigen: Jede Erfahrung, die man in Deutschland macht, ist einzigartig und hängt oft von den beteiligten Personen ab. Für mich persönlich war dieser Teil meines Weges bisher jedenfalls von großer Unterstützung geprägt.

Ich hatte nicht einmal einen festen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt. Mir wurde entweder per E-Mail oder telefonisch geholfen. Einige sagen, dass ich es möglicherweise einfacher hatte, weil ich schon gut Deutsch konnte. Diese Aussage lässt sich leider nicht so einfach bestätigen. Es bleibt wohl ein Geheimnis.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Zuwanderer sich in jedem Fall anpassen. Es gelingt leider nicht jedem, die Anpassung äußerlich zu zeigen, aber jeder passt sich an. Dies geschieht bei vielen Zuwanderern unbewusst. Allerdings passen sich die Menschen an, es sei denn, sie verlassen nie ihre Wohnung. Für Menschen, die nur ihre vier Wände sehen, ist eine Anpassung an die neue Kultur natürlich nicht möglich, weil der Kontakt mit der neuen Kultur fehlt.

Unbewusste Wandlung: Wie ich Stück für Stück „deutscher“ wurde

Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, stelle ich fest: Ich habe mich nie bewusst darum bemüht, mich krampfhaft an die deutsche Kultur anzupassen. Um ehrlich zu sein, habe ich nicht einmal einen Gedanken daran verschwendet. Und doch gibt es heute viele Dinge, die ich regelmäßig tue oder schätze, mit denen ich früher absolut nichts anfangen konnte oder die ich sogar ablehnte. Dieser Wandel vollzog sich vollkommen unbemerkt im Hintergrund. Erst jetzt, in meinem vierten Jahr in Deutschland, ist mir schlagartig bewusst geworden, wie sehr sich meine Gewohnheiten verändert haben.

Hier sind ein paar Beispiele für meine „neuen“ Eigenheiten:

  • Freude an deutscher Musik: Zu Beginn war das Hören deutscher Lieder für mich lediglich ein Mittel zum Zweck, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Doch mittlerweile erwische ich mich dabei, wie ich die Musik wirklich genieße. Die Texte und die Melodien sind mir ans Herz gewachsen, ganz ohne den Hintergedanken des Lernens.
  • Das Feierabendbier am Nachmittag: Früher war das für mich unvorstellbar, doch heute schätze ich ein kühles Bier am Nachmittag sehr. Es ist ein Moment der Ruhe und des Genusses geworden, den ich nicht mehr missen möchte.
  • Die Bequemlichkeit in der Bahn: Früher hätte ich über kurze Strecken gelacht, aber heute ertappe ich mich dabei, dass ich mich unbedingt setzen muss, selbst wenn ich nur sechs Stationen fahre. Der Drang nach Komfort im öffentlichen Nahverkehr hat mich wohl voll erwischt! Hähähä.
  • Die Kunst des gepflegten Beklagens: Vielleicht das deutlichste Zeichen überhaupt – ich verspüre immer öfter das Bedürfnis, mich über irgendetwas zu beklagen. Sei es das Wetter, die Bahn oder die Bürokratie. Es gehört hier einfach zum guten Ton, und ich mache mittlerweile mit großer Leidenschaft mit.

Es ist erstaunlich, wie sich das Umfeld auf einen auswirkt, ohne dass man es merkt. Jede Erfahrung in diesem Land prägt einen auf eine ganz eigene Weise.

Nur an eine Sache konnte ich mich nicht gewöhnen, vor allem nicht an das deutsche Brot. Egal, was die Deutschen darüber sagen, ich kann Brot niemals als Hauptmahlzeit ansehen. Ich kann nicht so viel Brot essen wie die Deutschen. Ich habe es versucht, aber es gelingt mir leider nicht und wird es auch in Zukunft nicht.

Kulinarisch bin ich mittlerweile voll und ganz angekommen. Wenn es nach mir ginge, gäbe es jeden Tag Sauerkraut, knusprige Bratkartoffeln und kräftigen Rotkohl. Viel „deutscher“ kann man wohl kaum noch werden! Ich ziehe meine Mahlzeiten warm und weich vor; kaltes, trockenes Brot kommt mir nicht auf den Teller. Eine ordentliche, warme Mahlzeit ist eben durch nichts zu ersetzen.

Doch so reibungslos es in der Küche läuft, so zäh gestaltet sich der Alltag mit den Behörden. Da mein erster Aufenthaltstitel üblicherweise nach drei Jahren abläuft, stand die Beantragung der Verlängerung an. Wie allgemein bekannt ist, mahlen die Mühlen der deutschen Verwaltung äußerst langsam. Wartezeiten von mehreren Monaten sind eher die Regel als die Ausnahme. Ich war hin- und hergerissen, wann der richtige Zeitpunkt für eine erste Sachstandsanfrage sei. Große Lust verspürte ich dazu wahrlich nicht, aber Untätigkeit ist in dieser Situation auch keine Lösung. Ironischerweise lässt die Antwort auf eine solche Nachfrage dann oft ebenfalls wieder Monate auf sich warten. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mich in Geduld zu üben und abzuwarten.

Hier ist ein Überblick über mein ereignisreiches drittes Jahr:

  • Akademische Meilensteine: Die Zwischenprüfung habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. Damit ist eine wichtige Hürde genommen.
  • Unternehmertum: Mein eigenes Geschäft führe ich nebenbei konsequent weiter. Es ist fordernd, aber es erfüllt mich mit Stolz.
  • Endspurt der Ausbildung: Die Umschulung neigt sich dem Ende zu – es sind nur noch sechs Monate. Mein praktischer Einsatz im Betrieb dauert sogar nur noch genau zwei Monate und sieben Tage.
  • Grüner Daumen: Inmitten des ganzen Trubels habe ich meine alte Liebe zu Pflanzen wiederentdeckt. In meiner Wohnung grünt und blüht es wieder.
  • Warten auf Post: Von der Ausländerbehörde gibt es leider immer noch kein Lebenszeichen. Die Stille dort ist fast schon beeindruckend.
  • Prüfungsstress voraus: Die Anmeldung zur Abschlussprüfung ist bereits unter Dach und Fach. Jetzt wird es ernst.
  • Sprachliche Fortschritte: Ich feile weiterhin unermüdlich an meinen Deutschkenntnissen, damit ich mich im Alltag und im Beruf noch sicherer ausdrücken kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert