Wie ich ein Geschäft in Deutschland aufgebaut habe

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Es war einmal……

Meine Reise in die Selbstständigkeit in Deutschland begann mit großer Aufregung, als ich mich dazu entschloss, ein Geschäft hier aufzubauen. Bereit war ich nicht – das bin ich für kaum etwas, und ich werde es wohl auch nie sein. Ich wusste nur, dass ich ein Unternehmen in Deutschland gründen wollte. Das anfängliche Problem war nicht nur der Zeitmangel, sondern auch die rasante Veränderung der (Geschäfts-)Welt. Vor zehn Jahren nutzten viele Firmen Social Media Marketing überhaupt nicht. Heute ist das anders: Fast alle Unternehmen sind auf mehreren Social-Media-Plattformen präsent. Und da stand ich – jemand ohne Ahnung von sozialen Medien, aber mit dem festen Willen, ein Geschäft aufzubauen. Ich hatte mehr Hoffnung als Geld in der Tasche und beabsichtigte, ein Unternehmen zu gründen, das wenig Startkapital erforderte.

Zu dieser Zeit absolvierte ich eine Umschulung zur Immobilienkauffrau. Die passende Geschäftsidee musste ich also nicht lange suchen. Glücklicherweise benötigt man als selbstständiger Immobilienkaufmann in dieser Branche keine spezielle Ausbildung, es sei denn, man möchte als Angestellter arbeiten – dann ist ein Berufsabschluss erforderlich. Ich startete mein Geschäft mitten in dieser Umschulung. Nach fast drei Jahren in Deutschland gründete ich also mein eigenes Unternehmen.

Das klingt mutig und aufregend, war aber weit entfernt von der Realität. Das Gründungsjahr war ein Albtraum! Ich liebte die Vorstellung, ein eigenes Geschäft zu führen, und dachte oft: „Die anderen haben es geschafft, warum ich nicht? Das sind normale Menschen wie ich, ich kann das auch schaffen.“ Allerdings war mir die Komplexität noch nicht bewusst. Vielleicht kennst du das Gefühl, etwas so sehr zu lieben, aber es ist so kompliziert, dass die Beschäftigung damit keinen Spaß macht. Genauso fühlte es sich an. Es gab unglaublich viel zu tun und zu lernen, und gleichzeitig wollte ich Geld verdienen. Oft dachte ich auch daran, wie viele Unternehmen scheitern, wie viele Leute aufgeben. Ich könnte eine von ihnen sein. Das war nicht schlimm, aber es machte mir Angst und stresste mich sehr. Dennoch hatte ich mich für dieses Leben entschieden, also musste ich irgendwie durchhalten. Da ich eine kaufmännische Umschulung machte, waren Geschäftsprozesse nach deutschem Recht einigermaßen einfach für mich. Vieles hatten wir bereits im Unterricht behandelt, wie Kaufrecht, Unternehmensführung, Vertragsrecht, Immobilienrecht, Buchhaltung, Grundlagen des Steuerrechts usw. Das half mir sehr, das System als Unternehmer besser zu verstehen.

Weißt du, was mir wirklich geholfen hat? Wenigen Leuten davon zu erzählen. Es mag verrückt klingen, aber besonders am Anfang ist es besser, nur ausgewählten Personen davon zu berichten. Warum? Weil jeder eine Meinung hat. Es ist nicht schlimm und völlig normal, sich ein paar Meinungen einzuholen, aber in den meisten Fällen bringt es nichts und kann sogar teuer werden, wenn man sich nicht auf eigene Recherchen verlassen will. Viele dieser Gründungsberatungen sind nicht zwingend notwendig. Man kann viel Geld sparen. Ich rate dir, nur für solche Dienstleistungen zu bezahlen, wenn du keinen kaufmännischen Hintergrund hast. Solltest du einen haben, dich aber überfordert fühlen, dann ist es sinnvoll, in professionelle Hilfe zu investieren – natürlich, wenn du es dir leisten kannst. Ehrlich gesagt hat mir mein kaufmännischer Hintergrund viel mehr geholfen als meine erste IHK-Beratung für Existenzgründer. Das ist meine Erfahrung gewesen. Ich weiß, dass andere anderer Meinung sind, und das ist völlig in Ordnung. Jeder geht seinen eigenen Weg, nicht wahr?

Wie jeder Unternehmer stand ich vor einer großen Herausforderung, nämlich Kundenanfragen zu generieren. Ich habe mein Geschäft einfach so gegründet, und ich kann meine Entscheidung bis heute nicht abschließend beurteilen. Ich weiß nicht, ob es die richtige Entscheidung war oder nicht, aber ist das wirklich wichtig? Starte einfach, mach Fehler, lerne daraus, verbessere dein Produkt und mach weiter. Als neuer Unternehmer ist es oft schwierig, sich im Markt zu etablieren. Einige Unternehmer haben es leicht, haben das perfekte Produkt und erzielen bereits im Gründungsjahr Gewinne. Für andere, wie mich, dauert es länger, aber letztendlich schaffen wir es auch. Vielleicht liegt es an der Vorbereitung? Aber nein! Ich denke eher an der Branche oder einfach am Glück. Ich weiß es nicht, du?

Mein Produkt war kein Hexenwerk. Da ich Immobilienkauffrau und Zuwanderer war, entschied ich mich, ein Angebot zu entwickeln, das meine fachlichen und persönlichen Kompetenzen vereinte. Und ich tat es! Ich gründete während meiner Umschulung eine Immobilien- und Beratungsagentur namens Halloheim. Mutig? Vielleicht denkst du das. Aber für mich gab es keinen Grund, es nicht zu tun. Also habe ich es einfach gemacht. Zu dieser Zeit besuchte ich noch einen Deutschkurs, ging zur Umschulung, kümmerte mich um mein Geschäft und startete circa drei Monate nach der Gründung mein Praktikum im Rahmen der Umschulung. Ich war verrückt, Leute! Hahaha… Purer Stress. Es fühlte sich an, als würde ich diesen Lebensstil immer wieder wählen; ich war jemand, der Spaß daran hatte, viel Stress zu haben. Ohne Stress fühlte sich das Leben komisch an. Deswegen habe ich mein Leben immer so gestaltet, dass ich viel auf einmal zu tun hatte. Unglaublich, oder?

Ich habe es nicht absichtlich gemacht, aber es ist mir geblieben, seit ich in Deutschland bin. Allerdings hatte meine Umschulung Priorität! Es ging nicht anders. Komischerweise war diese eine Sache, die Vorrang hatte, diejenige, die ich am meisten hasste. Hahaha… Schule habe ich immer gehasst, aber die meiste Zeit habe ich Dinge getan, die dem erfolgreichen Abschluss meiner Umschulung dienten. Voll langweilig, aber wie schon erwähnt, es ging leider nicht anders. Mein Geschäft war dadurch negativ betroffen. Ich hatte nur acht Stunden pro Tag für alles (Unterricht, Praktikum und Geschäft). Ich konnte kaum etwas für das Geschäft tun, weil ich acht Stunden täglich entweder im Praktikum oder im Unterricht war. Tja, hätte ich warten sollen? Vielleicht, aber dann hätte ich das Geld nicht verdient, das ich im Gründungsjahr eingenommen habe. Außerdem hätte ich nicht die geschäftlichen Erfahrungen gesammelt, die ich gemacht habe. Also hatte es Vor- und Nachteile, wie alles im Leben.


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